Nach dem morgendlichen Aufstehen und dem Sehen der Mitschüler sind die Hausaufgaben das wohl meist gehasste, was der Schulalltag mit sich bringt. Besonders die Aufgaben in Mathe sind immer ein ständiges Freudenquell. Mathe fällt mir schwer, und da bin ich nicht der Einzige. Wenn ich ein Thema im Unterricht schon nicht kapiert hab, bringen aber auch Hausaufgaben nix; schon eher die Erklärung des Stoffs von einer netten Mitschülerin. Das bringt zwar auch das Blut aus dem Kopf, aber immerhin könnte ich es dann halbwegs auf die Reihe kriegen.

Hausaufgaben helfen jedoch niemandem. Wer den Stoff verstanden hat, wird durch Pauken am Nachmittag auch nicht noch besser. Das fanden auch die Forscher der Universität Dresden vor einigen Monaten aufgrund einer sächsischen Studie heraus. Sie bestätigten damit, was wir Schüler seit der ersten Klasse wussten: Hausaufgaben sind doof und riechen.

Eine Abschaffung der Hausaufgaben ist in meinen Augen aber eine illusorische Vorstellung. Dieses System gibt’s schon so verdammt lang und die Pädagogen schwören immer noch darauf. Doch womöglich wäre das die beste Möglichkeit. Ohne Hausaufgaben steigt die Chance, dass sich die Schüler auch mal freiwillig Wissen aneignen; eine ganz tolle Sache. Etwas für die Schule zu tun wird ohne die Hausarbeiten nicht mehr als quälende Pflicht mit Strafe bei Nichterledigung angesehen; die Lehrer könnten sich auf das Beibringen von Lernmethoden konzentrieren und die Schüler haben mehr Zeit, in der sie aus eigenem Antrieb etwas für die Schule tun können.

Was für Prüfungen gebraucht wird, lernt man ohnehin im Unterricht und nicht zu Hause; das erlebe ich gerade selbst. Daher wäre es ja schön, könnte man sich selbst noch Ergänzendes beibringen und dabei schön die Beatsteaks hören – aber ohne festgelegte Aufgaben, durch die man nicht blickt. Man könnte auch sagen: “Wissen aneignen und Spaß haben!”; aber das nur, wenn man einen doofen Slogan braucht.